
S elbstbewusst
T aff
E hrlich
F roehlich
F it
I mmer für einen da…
…um einige Worte zu nennen, die unsere Steffi beschreiben.
Diese Seite ist gedacht, Gedanken, Geschichten, Erinnerungen, Bilder miteinander zu teilen.
Durch ihre lebenslustige, offene und witzige Art hatte jeder von uns – ob Familie, Freunde, Bekannte oder Kollegen- schöne, erlebnisreiche Momente mit ihr.
Wir denken oft mit Schmerz daran zurück. Schmerz, weil wir alle wissen, dass jene Momente niemals wiederkehren werden, ihr Lachen nie mehr zu hören sein wird …
Doch es sind eben genau auch diese Momente, die es uns ermöglichen Steffi in unseren Herzen weiterleben zu lassen!
Wir haben diese Seite erstellt, um all das, was uns mit Steffi verbindet, miteinander zu teilen.
Wir freuen uns über jeden Eintrag, ob Bild, Text oder einfach nur eine kleine Anekdote.
In der Galerie könnt Ihr eure eigenen Bilder mit uns teilen: Zur Galerie
Dörte, Henning und Svenja
This page intents to offer the opportunity to share thoughts, stories, memories and pictures.
Whether family, friends, collegues or acquantaince, everybody shared special moments with her because of her fun-loving, open and cheerful ways.
We think of these moments in deep sorrow, because we all know that they will never return again and we will never be hearing her laughter again …but still these moments enable us to let Steffi live on in our hearts!
This page is provided to share everything that connects us with Steffi.
We will rejoice every single entry whether pictures, texts or just a little anecdote.
You can share your pictures and memories in our gallery: Gallery
Dörte, Henning und Svenja
Habe einen Anruf von Steffi um 5 Uhr in der Früh auf meinem Handy. Als ich es später sah, schrieb ich ihr; was das für ein Anruf so früh morgens war. Aber sie schrieb nicht zurück. Was ich nicht wissen konnte, es war ein Arzt aus Australien, der versucht hatte uns zu erreichen.
Mittags hatte ich meinen 1. Bestrahlungstermin in Goslar. Als ich fertig war, sah ich einen Anruf mit einer unbekannten Nummer auf meinem Handy.
Ich wurde mit einem Taxi nach Hause gefahren, es war 14:30, da war Henning schon da. Ich wunderte mich, da er nie so früh von der Arbeit kommt.
Der Arzt, der schon bei mir versucht hatte anzurufen, hatte Henning bei der Arbeit erreicht.
Er sagte ihm, dass Steffi einen Unfall hatte und sie verletzt wäre. Es wäre eine sehr schwere Verletzung, sie sei von einem Blitz getroffen worden, sie hätte einen Herzstillstand gehabt, musste reanimiert werden und es wäre gut, wenn wir kommen könnten. Er betonte es noch mal mit Nachdruck.
Wir hatten solche Angst, aber ich dachte und hoffte so sehr, sie schafft es, die anderen haben es doch auch überlebt. Noch 2 Farmarbeiter sind vom Blitz getroffen wurden, sind aber nach kurzer Zeit wieder zu sich gekommen, nur Steffi nicht, da merkten sie, dass sie ernsthaft verletzt war.
Die Arbeiter begannen sofort mit Wiederbelebungsversuchen. Ihr Chef telefonierte sofort mit Ärzten.Sie beschlossen daraufhin so schnell wie möglich mit Steffi die nächste Klinik zu erreichen.
Während der ganzen Fahrt führte ein Kollege Herzdruckmassagen durch.
Henning hat mir nicht erzählt, wie ernst es um sie stand, wie schlimm seine Befürchtungen waren. Das war gut so, denn wir mussten sofort alles in die Wege leiten, ich hätte das sonst ohne Hoffnung nicht geschafft.
Zuerst Reisebüro angerufen, schon mal Flüge raussuchen. Dann Reisepässe besorgen, unsere waren schon lange abgelaufen.
Es war Freitag nachmittag. Samtgemeinde natürlich zu. Ich rief beim Samtgemeindebürgermeister an, der sofort Hilfe zusagte. Er rief eine Mitarbeiterin an, ob sie für uns die Pässe ausstellen würde ( Notfallpässe ). Sie war gerade auf einer Geburtstagsfeier, aber sie sagte sofort zu.
Henning musste noch ein Passbild machen lassen. Ich schon mal zur Samtgemeindeverwaltung gefahren. Die Angestellte kam auch gleich. Als Henning kam, war mein Reisepass schon fertig. Es ging wirklich alles sehr schnell.
Danach sind wir nach Wolfenbüttel, kurz vor 18 Uhr, zum Reisebüro geeilt. Dort hatte eine Mitarbeiterin schon Flüge für uns herausgesucht und das Visum für Australien auch schon beantragt. Wir hatten leider keine Plätze im Flugzeug mehr nebeneinander bekommen. Aber wir sollten am Terminal fragen, ob es nicht doch möglich wäre, evtl. Plätze zu tauschen.
Zu Hause angekommen haben wir unsere Familien informiert, Freunde kamen, um Hilfe anzubieten. Unser Freund und Nachbar lieh uns seine Kreditkarte...
Nachts haben wir gepackt,
Svenja´s Freund kam, damit sie nicht alleine war.
Henning sagte später, Svenja hätte gleich mitkommen sollen, aber wir dachten doch, Steffi wird es schaffen, es wäre vielleicht doch nicht so schlimm.
Ich wäre solange in Australien bei Steffi geblieben, bis sie nach Hause hätte reisen können.
Svenja hat uns am nächsten Morgen um 6 Uhr nach Braunschweig zum Bahnhof gefahren. Freunde wollten uns nach Frankfurt fahren, das war uns aber zu riskant, falls unterwegs ein Stau sein sollte.
Als wir am Flughafenschalter waren, schaute die Angestellte am Ticketschalter nach, meinte aber, es wäre nicht möglich Plätze zu tauschen. Da bin ich in Tränen ausgebrochen und erklärte ihr warum ich nicht alleine sitzen kann. Daraufhin ging sie weg, kam zurück und sagte, sie haben das möglich gemacht.
Sie müssen das auch den Flugbegleitern erzählt haben, denn wir wurden immer zuerst bedient und sie haben sich erkundigt, wie es mir geht.
Nach 22 endlosen Stunden über Singapur in Perth angekommen. Etwas ratlos, dann mit einer Taxe in die Stadt zum Hospital gefahren. Später erfuhren wir vom deutschen Botschafter, dass wir eigentlich abgeholt werden sollten, aber niemand wusste ,wann wir ankommen würden.
Da der Taxifahrer nicht wusste, zu welchem Eingang wir mussten, brachte er uns zum Hintereingang, zur Ambulanzeinfahrt, was gut war, wie wir später erfahren haben.
Wir wunderten uns nur, dass auf dem Rasen vor dem Eingang eine Kamera aufgebaut war und jemand offensichtlich auf etwas wartete.
Wir gingen zu einem Informationsschalter und meldeten uns an. Man sagte uns, wir sollen kurz warten,der Manager würde gleich kommen.
Es kam jemand auf uns zu, wir dachten, er gehöre zur Klinik, stellte sich aber als Reporter vor, fragte, ob wir die Eltern von Stefanie aus Deutschland wären und ob er ein paar Fragen stellen dürfe.
Wir wussten gar nicht, wie uns geschah, hatten keine Ahnung, dass das Unglück in allen Zeitungen stand und selbst im Fernsehen lief.
Zum Glück kam dann wirklich der Manager, der den Reporter sofort höflich, aber bestimmt, aus dem Haus wies.
Eine Krankenschwester, Faden, die deutsch sprach, kam auch dazu und übersetzte für uns.
Ich fragte sie sofort, ob Steffi wach ist. Ich hatte mir die ganze Zeit vorgestellt, wir kommen dahin und sie sitzt im Bett, vor sich ein Tablett mit Essen, guckt uns an und sagt: Mama, was wollt ihr denn hier? Mir geht´s schon wieder ganz gut.
Es war nicht so und wir können es immer noch nicht fassen...